Zölle für IWF-Chefin erhebliches Risiko

Im Zollpaket der USA sieht die Chefin des Internationalen Währungsfonds IWF, Kristalina Georgiewa, ein erhebliches Risiko für die Weltwirtschaft.

Georgiewa appellierte an die USA und ihre Handelspartner, daran zu arbeiten, die Spannungen abzubauen. Es müssten nun Schritte vermieden werden, die der Weltwirtschaft weiteren Schaden zufügen könnten, so die IWF-Chefin.

Vor Medienschaffenden zeigte sich US-Präsident Donald Trump offen für Verhandlungen zu den verhängten Zöllen. Sollte ein Land den USA etwas «phänomenales» geben, wäre er womöglich bereit zu Abkommen mit einzelnen Ländern.

DK-Regierungschefin richtet sich an USA

Mette Frederiksen bei ihrem Besuch in Grönland, das zu Dänemark gehört.
Keystone/Mads Claus Rasmussen Mette Frederiksen bei ihrem Besuch in Grönland, das zu Dänemark gehört.

Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat Grönland besucht und sich in einer Rede direkt an die USA gewandt. Dies, nachdem US-Präsident  Donald Trump in den vergangenen Monaten mehrfach erklärt hatte, die Kontrolle über Grönland übernehmen zu wollen.

Trumps Besitzansprüche wies sie zurück. Nationale Grenzen, die Souveränität und Integrität von Staaten seien im internationalen Recht verankerte Prinzipien.

Zudem betonte Frederiksen, dass es nicht nur um Grönland oder Dänemark  gehe, sondern um die Weltordnung, die über Generationen hinweg aufgebaut worden sei. Man könne kein anderes Land annektieren, auch nicht mit dem Argument der internationalen Sicherheit.

Untersuchung von Chat-Panne

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth steht im Zentrum einer Untersuchung.
Keystone/Kiyoshi Ota (Archivbild) US-Verteidigungsminister Pete Hegseth steht im Zentrum einer Untersuchung.

In den USA soll die Sicherheitspanne rundum einen Chat in der Messenger-App Signal untersucht werden. Ranghohe Regierungsmitglieder hatten in dem Chat Details über eine US-Militäroperation besprochen. Versehentlich war auch ein Journalist in den Chat eingeladen worden.

Nun hat die interne Aufsicht des Verteidigungsministeriums eine Untersuchung eingeleitet. Das teilt die unabhängige Kontrollinstanz in einem Schreiben mit.

Im Fokus der Untersuchung stehe dabei der Umgang von Verteidigungsminister Pete Hegseth mit der Messenger-App.

Keine Investitionen in USA

Emmanuel Macron hat die USA für ihre Zollpolitik scharf kritisiert.
Keystone/Mohammed Badra Emmanuel Macron hat die USA für ihre Zollpolitik scharf kritisiert.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angesichts der neuen US-Zölle dazu aufgerufen, vorläufig auf Investitionen in den USA zu verzichten.

Geplante Investitionen sollten aufgeschoben werden, bis die Lage geklärt sei, sagte Macron vor Wirtschaftsvertretern in Paris. Macron nannte die Zölle brutal und unnütz. Europa müsse sich geeint zeigen, forderte der französische Präsident.

US-Präsident Donald Trump hat derweil ein positives Zwischenfazit gezogen. Es laufe sehr gut, sagte Trump zu den Folgen seines Zollprogramms gegenüber Medienschaffenden an Bord der Air Force One.

Bosnischer Serbenführer: Sanktionen

Deutschland und Österreich sanktionieren den bosnischen Serbenführer Milorad Dodik.
Keystone/Mikhail Tereshchenko/Sputnik/Kremlin Deutschland und Österreich sanktionieren den bosnischen Serbenführer Milorad Dodik.

Der bosnische Serbenführer Milorad Dodik darf nicht mehr nach Deutschland und Österreich reisen. Beide Länder haben Dodik und zwei seiner Gefolgsleute mit Sanktionen belegt, wegen separatistischer Umtriebe.

Das erklärte die österreichische Aussenministerin Beate Meinl Reisinger nach einem Treffen mit der deutschen Staatsministerin für Europa, Anna Lührmann.

Dodik und seine Anhänger missachteten die bosnische Verfassung, sagte Meinl. Dadurch würde auch die europäische Zukunft des Landes gefährdet. Bosnien Herzegowina ist EU-Beitrittskandidat. Dodik fordert eine Vereinigung des serbischen Landesteils mit Serbien.

Absturz Sustenpass: Urteil akzeptiert

Ein Militärhelikopter in der Nähe der Absturzstelle 2016.
Keystone/Philipp Schmidli (Archivbild) Ein Militärhelikopter in der Nähe der Absturzstelle 2016.

Ein Skyguide-Fluglotse akzeptiert den Schuldspruch wegen fahrlässiger Tötung. Das Militärappellationsgericht hat das Urteil der Vorinstanz vor einer Woche bestätigt und den Fluglotsen zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt.

Laut Gericht hat der Lotse 2016 einem jungen Kampfjetpiloten beim Sustenpass eine zu tiefe Flughöhe angegeben, worauf der Pilot in eine Bergflanke flog und starb.

Der verurteilte Fluglotse will das Urteil nicht weiterziehen, wie er Radio SRF mitteilte. Der militärische Staatsanwalt hat bereits vor einer Woche auf einen Weiterzug verzichtet. Damit ist die Aufarbeitung des Kampfjetunglücks am Sustenpass abgeschlossen.

Norovirus auf «Queen Mary 2»

Auf der «Queen Mary 2» ist das Norovirus ausgebrochen.
Keystone/Bodo Marks (Archivbild) Auf der «Queen Mary 2» ist das Norovirus ausgebrochen.

An Bord des Kreuzfahrtschiffs «Queen Mary 2» sind mehr als 200 Menschen am Norovirus erkrankt. Erste Berichte über Durchfall und Übergeben bei Passagierinnen und Passagieren habe es nach einem Zwischenstopp in New York im März gegeben, hiess es von der US-Seuchenkontrollbehörde CDC.

Insgesamt seien 224 der insgesamt 2538 Passagiere an Bord des Schiffes erkrankt, zudem 17 Crew-Mitglieder. Sie seien isoliert und auf dem Schiff seien Desinfektionsmassnahmen vorgenommen worden.

Die «Queen Mary 2» befindet sich derzeit auf einer 29-tägigen Reise von Grossbritannien über New York, die Karibik und zurück nach Grossbritannien.

Springsteen veröffentlicht 7 Alben

US-Musiker Bruce Springsteen will sieben bisher unveröffentlichte Alben veröffentlichen. «Tracks II: The Lost Albums» soll am 27. Juni erscheinen und insgesamt 83 Songs enthalten, von denen laut Ankündigung der Plattenfirma Sony Music 74 bisher nie offiziell erschienen sind.

Die Aufnahmen entstanden in verschiedenen Schaffensphasen des heute 75-Jährigen zwischen 1983 und 2018. Die sieben Platten wurden ursprünglich als vollständige Alben konzipiert.

Springsteen gilt als einer der einflussreichsten Musiker in der jüngeren US-Geschichte. Geboren wurde er 1949 im US-Bundesstaat New Jersey in einfachen Verhältnissen.

«The Boss» auf einer Aufnahme von 2007.
Keystone/Richard Drew (Archivbild) «The Boss» auf einer Aufnahme von 2007.